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Ein Tag in Norden

Historisches Gebäudeensemble am Norder Marktplatz

Ostfriesland · Ausflüge · Norden

Stadtbummel, Teekultur und alte Giebel

Am Norder Marktplatz lohnt es sich, erst einmal stehen zu bleiben. Über den Bäumen erhebt sich die Ludgerikirche, am Rand stehen Bürgerhäuser mit kunstvollen Giebeln. Ein Fahrrad rollt vorbei, jemand trägt seine Einkäufe nach Hause. Wer eben noch in Norddeich den Fähren nachgesehen hat, findet hier einen anderen Ausschnitt vom Leben an der Küste. Städtischer, alltäglicher – und voller Geschichten.

Norden gilt als älteste Stadt Ostfrieslands. Für einen Besuch braucht es aber kein besonderes Interesse an Jahreszahlen. Vieles erschließt sich beim Gehen: die Größe des Marktplatzes, die alten Fassaden, die Nähe von Kirche, Geschäften und Teemuseum. Von Norddeich aus lässt sich ein Ausflug hierher gut in den Urlaub einbauen. Der Küstenort gehört selbst zur Stadt Norden. Hafen und Innenstadt sind zwei Seiten desselben Urlaubsortes.


Rund um den Marktplatz

Mit rund 6,7 Hektar hat der Norder Marktplatz eine ungewöhnliche Größe. Bäume geben ihm einen grünen Rahmen, dazwischen bleibt Raum für den Blick auf die Kirche und die Häuser ringsum. Es lohnt sich, einmal um den Platz zu gehen und dabei auch nach oben zu schauen.

An der Adresse Am Markt 12 bis 14 stehen die „Dree Süsters“, die drei Schwestern. Ihre Giebel geben dem Platz ein unverwechselbares Gesicht. Wer sich für die Geschichten hinter den Fassaden interessiert, findet in unserem Beitrag „Norden vielmehr als eine Windrichtung“ mehr über die Vergangenheit der Stadt, ihre Kirchen, Klöster und Mühlen.

Für den anschließenden Bummel bietet sich der Neue Weg an, Nordens Fußgängerzone. Ein Blick in die Schaufenster, ein Kaffee, vielleicht etwas mitnehmen für zu Hause. Gerade diese Mischung aus sehenswerten Gebäuden und gewöhnlichem Stadtleben macht den Spaziergang angenehm. Und wer dabei Lust auf einen weiteren Blick hinter eine Fassade bekommt, kann sich mit unserem Beitrag zur Mennonitenkirche in Norden auf einen Abstecher vorbereiten.

In Norden darf zwischen zwei Sehenswürdigkeiten ruhig eine ganze Teepause liegen.


Die Ludgerikirche und ihr besonderer Klang

Die Ludgerikirche bildet den Mittelpunkt des Marktplatzes. Wer während der Öffnungszeiten hineingeht, entdeckt dort eines der bedeutenden Werke des norddeutschen Orgelbaus: die Arp-Schnitger-Orgel. Schon ihr Aufbau zieht den Blick auf sich. Es lohnt sich, einen Moment zu bleiben und den Kirchenraum auf sich wirken zu lassen.

Am eindrücklichsten lässt sich das Instrument natürlich hören. Für einen Besuch lohnt deshalb ein Blick auf die Informationen der Kirchengemeinde zu Orgel, Führungen und Konzerten. Vielleicht passt ein Termin in den Urlaub. Dann wird aus dem Stadtbummel ein Nachmittag, für den man sich etwas länger Zeit nimmt.


Im Teemuseum wird aus einer Pause ein Stück Ostfriesland

Zum Norder Marktplatz gehört auch das Alte Rathaus, heute Teil des Ostfriesischen Teemuseums. Schon das Gebäude bringt seine eigene Geschichte mit. Wo früher die Angelegenheiten der Stadt verhandelt wurden, lassen sich heute Stadtgeschichte und Teekultur entdecken.

Besonders schön ist es, die ostfriesische Teekultur bei einer Teezeremonie selbst kennenzulernen. Das Museum bietet dafür offene Termine an. Es geht um die richtige Mischung, um knisternden Kandis und um einen Teelöffel, der überraschenderweise nicht zum Umrühren gedacht ist. Dazu gibt es Tee in der gemütlichen Teeküche. Ein kleiner Einblick in eine Gewohnheit, die hier viel über Gastfreundschaft erzählt.

Wer teilnehmen möchte, sollte die aktuellen Termine der Teezeremonien vorab ansehen und sich anmelden; die Plätze sind begrenzt. Auch für die Öffnungszeiten des Museums lohnt ein kurzer Blick auf die Website, da sie sich mit der Jahreszeit ändern.


Zeit für einen eigenen Rhythmus

Für einen entspannten Ausflug bietet es sich an, einen halben Tag freizuhalten. Am Marktplatz beginnen, die Ludgerikirche besuchen und sich anschließend durch die Innenstadt treiben lassen – das ist ein schöner Rahmen, der noch Platz für spontane Pausen lässt. Wer eine Teezeremonie oder ein Konzert erleben möchte, legt diesen Termin zuerst fest und plant den Spaziergang darum herum.

Auch an einem grauen Urlaubstag lässt sich Norden gut entdecken. Dann bekommen Museum und Teepause etwas mehr Zeit. Wenn es aufklart, geht es noch einmal zwischen den alten Häusern entlang, bevor der Weg zurück an die Küste führt. Vielleicht bleibt sogar noch ein wenig Nachmittag für den Deich.


Stadt & Meer · Hotel Fährhaus Norddeich

Ein Nachmittag in Norden, ein Abend am Hafen

Ostfriesland entdecken und im Hotel Fährhaus zur Ruhe kommen

Morgens im Hotel Fährhaus frühstücken und anschließend nach Norden aufbrechen. Über den Marktplatz schlendern, die Ludgerikirche besuchen, im Teemuseum verweilen. Für einen solchen Urlaubstag bleibt der Ablauf angenehm offen: Wer noch durch die Geschäfte bummeln möchte, bleibt länger. Wen es wieder ans Wasser zieht, der fährt zurück nach Norddeich.

Zurück im Hotel Fährhaus bekommt der Blick wieder Weite. Vom Infinity-Außenpool auf dem Wellness-Oberdeck, 25 Meter über der Nordsee, reicht er über Norddeich und das Wattenmeer. Nach dem Stadtspaziergang bleibt Zeit für die Sauna oder zum Ausruhen. So lässt sich die Küste kennenlernen: mit ihren Geschichten am Nachmittag und dem Meer zum Ausklang.

ZIMMER & SUITEN ENTDECKEN

Später am Deich ist der Horizont wieder weit. Im Kopf bleiben die alten Giebel, vielleicht ein Orgelklang – und die Erinnerung an eine Tasse Tee in Norden.