Norddeich – Das Tor zu den Ostfiesischen Inseln
Nordsee · Reisen · Ostfriesland
Das Tor zu den Ostfriesischen Inseln
Wer in Norddeich ankommt, ist noch nicht auf der Insel – und trotzdem bereits irgendwie dort. Die Luft riecht nach Nordsee, Fähren ziehen langsam Richtung Horizont, und irgendwo zwischen Hafen, Deich und Promenade beginnt dieses Gefühl, das viele mit der Küste verbinden: Ruhe. Nicht plötzlich, sondern ganz langsam.
Norddeich blickt auf eine lange Geschichte als Badeort zurück – bereits 1813 wurde das kleine Seebad erstmals erwähnt. 1979 folgte die staatliche Anerkennung als Nordseebad, 2010 schließlich die höchste touristische Anerkennungsstufe: das Prädikat Nordseeheilbad. Eine neue Strandpromenade, das sogenannte DECK, führt heute mit breiten Meeresterrassen direkt ins Wattenmeer. Kein Durchgangsdorf, kein bloßer Fähranleger. Sondern ein Ort, der selbst Teil des Urlaubs wird.
Viele entscheiden sich deshalb ganz bewusst dafür, ihren Nordseeurlaub in Norddeich zu verbringen – nicht nur als Zwischenstopp, sondern als Heimathafen für mehrere Inseln. Von hier aus lässt sich die gesamte ostfriesische Inselwelt erkunden: an einem Tag Norderney, am nächsten Juist, und zwischendurch ein Ausflug entlang der Küste nach Greetsiel oder Norden. Wer einmal hier war, versteht, warum dieser Ort so viele immer wieder anzieht.
Von Norddeich aus lässt sich fast die gesamte ostfriesische Inselwelt erreichen – per Fähre oder als Ausgangspunkt für die Küste.
Direkt ab Norddeich
Per Fähre ab Norddeich Mole – täglich, ganzjährig nach Norderney und Juist.
Norderney
Die bekannteste der Ostfriesischen Inseln verbindet lange Sandstrände mit einer lebendigen Inselstadt, kleinen Cafés und einer Promenade, die zum Flanieren einlädt. Was Norderney besonders macht: die Vielseitigkeit. Am Nordstrand tobt das Leben, am Ostende der Insel findet man auch in der Hauptsaison noch Platz, der zum ungestörten Entspannen einlädt. Beliebteste Aktivität der Besucher ist das Radfahren – rund 80 Kilometer Radwege führen durch Dünen, kleine Waldstücke und entlang der Deiche, mit immer wieder neuen Blicken aufs Wattenmeer. Per Fähre in rund einer Stunde ab Norddeich erreichbar, mit dem modernen Elektrokatamaran Inselexpress sogar in 30 Minuten.
Juist
Juist nennt sich selbst Töwerland – Plattdeutsch für Zauberland – und wer einmal hier war, versteht warum. Die Insel ist 17 Kilometer lang, an der schmalsten Stelle kaum 500 Meter breit und vollständig autofrei. Kein Hupen, keine Abgase, keine Hektik. Stattdessen das Klappern von Pferdehufen, denn Pferdekutschen gehören auf Juist zum Alltag wie anderswo das Taxi. Beliebteste Aktivität der Besucher sind geführte Wattwanderungen – kaum ein anderer Ort bietet so einen unmittelbaren Zugang zum Wattenmeer wie Juist, wo sich das Leben seit jeher nach den Gezeiten richtet. Die Überfahrt ab Norddeich dauert je nach Tide etwas länger und ist selbst bereits Teil der Erfahrung.
Die weitere Inselwelt
Von Norddeich aus als Ausgangspunkt gut erreichbar – per Fähre von nahegelegenen Häfen entlang der Küste.
Spiekeroog
Spiekeroog gilt unter Kennern als eine der unberührtesten Inseln der Kette – autofrei, mit einem alten Inseldorf aus Klinkerhäusern, einer der ältesten Inselkirchen der Nordseeküste und Stränden, die viel Platz lassen. Besonderes Alleinstellungsmerkmal: der Dark Sky Park, der Spiekeroog zu einem der besten Orte für Sternenbeobachtung in Deutschland macht. Beliebteste Aktivität der Besucher sind ausgedehnte Strandspaziergänge und das bewusste Entschleunigen, das auf Spiekeroog fast wie eine Kunstform gepflegt wird. Per Fähre ab Neuharlingersiel.
Wangerooge
Wangerooge liegt ganz im Osten der ostfriesischen Inselkette und hat einen eigenen, ursprünglichen Charakter. Ein langer Weststrand, traditionsreiche Fischrestaurants und einer der wenigen erhaltenen Leuchttürme direkt im Ort prägen das Bild. Beliebt sind vor allem Spaziergänge entlang der Küste, von denen aus man die großen Containerschiffe beobachten kann, die in einiger Entfernung vorbeiziehen – ein ungewöhnliches und faszinierendes Schauspiel. Per Fähre ab Harlesiel erreichbar.
Borkum
Borkum ist die westlichste und mit Abstand größte der Ostfriesischen Inseln – mit einer langen Tradition als Seebad, zwei Leuchttürmen und einem Maßstab, der deutlich über die anderen Inseln hinausgeht. Wer mehr Abwechslung sucht, Restaurants und Abendprogramm schätzt, ohne dabei auf Strand und Nordseeluft zu verzichten, kommt auf Borkum auf seine Kosten. Beliebteste Aktivität der Besucher ist Strandsport – von Beachvolleyball bis Kiten bietet der weitläufige Sandstrand ideale Bedingungen. Per Fähre ab Emden erreichbar.
Die Küste entdecken
Norddeich ist nicht nur Ausgangspunkt für die Inseln – sondern auch für eine Küstenregion, die sich wunderbar entschleunigt entdecken lässt.
Greetsiel
Nur eine kurze Radtour entlang der Deiche entfernt liegt Greetsiel – Ostfrieslands wohl schönstes Fischerdorf, mit Kopfsteinpflaster, den berühmten Zwillingsmühlen und dem größten Krabbenkutterhafen Deutschlands. Wer Glück hat, sieht die Fischer beim Entladen zu. Beliebteste Aktivität der Besucher ist das Schlendern durch den Hafen und die kleinen Gassen, mit einem Krabbensandwich in der Hand und dem Blick aufs Watt. Ein Ort, der nicht versucht, mehr zu sein als er ist – und genau deshalb bleibt.
Norden
Die älteste Stadt Ostfrieslands liegt nur wenige Minuten von Norddeich entfernt und überrascht mit einem historischen Marktplatz, der zu den schönsten Niedersachsens zählt. Das Ostfriesische Teemuseum erzählt von einer Trinkkultur, die in dieser Region bis heute gelebter Alltag ist – drei Tassen gehören hier zum guten Ton. Beliebteste Aktivität der Besucher ist ein Stadtbummel durch die Innenstadt, der mit einer Teezeremonie und einem Stück Pflaumenkuchen im richtigen Tempo endet.
Ihr Ausgangspunkt · Hotel Fährhaus Norddeich
Von hier aus geht es auf die Inseln
Direkt am Hafen, zwei Minuten vom Fähranleger
Wer Norddeich als Basis für seine Inselreisen wählt, braucht einen Ort, von dem aus alles stimmt. Das Hotel Fährhaus liegt direkt am Norddeicher Hafen – sein markanter Rundbau ist von weitem zu erkennen, der Fähranleger in zwei Minuten zu Fuß erreichbar, der Bahnhof Norddeich Mole direkt nebenan. Morgens entspannt frühstücken, dann zur Fähre. Abends zurück, den Hafen im Blick, und am nächsten Tag eine andere Insel.
Der Infinity-Pool in 25 Metern Höhe bietet einen Blick über Hafen und Wattenmeer, den man zwischen zwei Inseltouren so schnell nicht vergisst. Dazu Spa, Sauna und Hamam für den Abend, und ein Restaurant, das mit frischen regionalen Zutaten überzeugt. Wer die Inseln kennenlernen möchte, findet hier den ruhigsten und entspanntesten Ausgangspunkt dafür.
Norddeich ist kein Ort, den man erklärt. Es ist einer, den man kommen lässt – und von dem aus sich eine ganze Küste öffnet.